Blitzlichter aus der EVP-Geschichte

1968

Am 23.10.1968 wird die EVP Region Langenthal durch 17 Anwesende gegründet. Erster Präsident wird Willy Stuber aus Aarwangen.

 

1972

Durch die Wahl von Hans-Ulrich Graber in den Grossen Gemeinderat von Langenthal hat die EVP endgültig in Langenthal Fuss gefasst. Aufgrund des Berufs von Hans-Ulrich Graber - er ist Landwirt - ergibt sich eine Zusammenarbeit mit der SVP. Ein Kommissionssitz wird der EVP während vieler Jahre nicht zugestanden.

 

1980

Die EVP tritt zu den Gemeindewahlen in Langenthal mit einer Liste von 11 Kandidat/-innen an und erringt mit Paul Zingg ein Mandat im Grossen Gemeinderat. Zudem erhält Paul Zingg einen Sitz in der Kommission der Industriellen Betriebe.

Im gleichen Jahr wird eine EVP-Ortspartei in Langenthal gegründet.

 

1982

Trotz einer vollen Grossratsliste und einem Stimmenanteil von 5.8 % gelingt es der EVP nicht, im Amt Aarwangen ein Mandat zu erringen.

 

1984

Die EVP verpasst ein zweites Mandat im Grossen Gemeinderat von Langenthal nur äusserst knapp. Ein Sitz im Grossen Gemeinderat bzw. in der Kommission der Industriellen Betriebe nimmt weiterhin Paul Zingg ein, Rösli Aebischer erhält einen Sitz in der Fürsorgekommission.

 

1986

Trotz der erstmaligen EVP-Liste im Amt Wangen und einer vollen EVP-Liste im Amt Aarwangen wird ein EVP-Grossratssitz im Oberaargau knapp verfehlt.

 

1987

Die ausgebildete Lehrerin Rösli Aebischer löst Willy Stuber an der Spitze der EVP Amt Aarwangen ab. Zudem wird ein «EVP-Stamm» initiiert, in dem ungezwungen über aktuelle (politische) Probleme diskutiert wird.

 

1993

Der 22-jährige Reto Steiner wird neuer Präsident der EVP Amt Aarwangen. Unter seiner dynamischen Führung steigert die EVP in den kommenden Jahren stetig ihre Wähleranteile.

 

1994

Das immer wieder knapp verfehlte Ziel eines Grossratsmandates wird Wirklichkeit: Heinz Dätwyler aus Lotzwil wird als Mitglied des Grossen Rates gewählt.

 

1998

Die Grossratswahlen sind für die Oberaargauer EVP ein Grosserfolg: Im Amt Aarwangen steigert die Partei den Stimmenanteil von 5.6 % auf 8.4 %. Damit wird das anvisierte Wahlziel von 6 % klar übertroffen. Heinz Dätwyler wird deutlich wiedergewählt.

 

2000

Die EVP ist Siegerin der Langenthaler Gemeindewahlen. Die Partei verdoppelt ihre zwei Sitze im Stadtrat auf vier Mandate und erreicht zum ersten Mal in ihrer Geschichte Fraktionsstärke.

 

2002

Die EVP schafft die Sensation und schickt nun zwei Grossräte nach Bern. Das Wahlziel, den Stimmenanteil von bisher 8.4 % auf 10 % zu erhöhen, wird mit 14.1 % weit übertroffen. Neben Heinz Dätwyler aus Lotzwil vertritt nun zusätzlich Erwin Sommer aus Melchnau die EVP Region Oberaargau im Grossen Rat.

 

2004

Zum ersten Mal kann die EVP mit Heinz Dätwyler den Grossratspräsidenten des Kantons Bern, den «höchsten Berner», stellen (Amtsdauer: 1. Juni 2004 bis 31. Mai 2005).

Die EVP erreicht bei den Gemeindewahlen in Langenthal ihr Wahlziel und zieht neu in die Stadtregierung ein. Mit der Kauffrau und Kreisrichterin Paula Schaub wird die erste EVP-Frau im Gemeinderat von Langenthal politisieren. Im Parlament kann die Sitzzahl dank einer Steigerung des Wähleranteils von vier auf fünf Mandate ausgebaut werden.

 

2005

Mit Reto Steiner erlebt auch die Stadt Langenthal eine Premiere: Als erster EVP-Vertreter bekleidet er das Amt des Stadtratspräsidenten, des «höchsten Langenthalers».

Als Nachfolger von Susanne Röthlisberger übernimmt Daniel Steiner-Brütsch das Präsidium der EVP Langenthal.

 

2006

Bei den Grossratswahlen werden die zwei bisherigen EVP-Grossräte, Heinz Dätwyler und Erwin Sommer, wiedergewählt. Im Amt Aarwangen steigert die EVP ihren Wählendenanteil leicht von 14.1 % auf 14.9 %.

Die EVP tritt mit Gemeinderätin Paula Schaub erstmals zu den Wahlen um das hauptamtliche Stadtpräsidium von Langenthal an. Sie ist gleichzeitig die erste Frau, die sich um dieses Amt bewirbt. Mit 1060 Stimmen (21.0 %) erreicht Paula Schaub den dritten Platz, lediglich 65 Stimmen hinter dem zweitplatzierten SP-Kandidaten.

 

2007

Nach 13 Jahren tritt Heinz Dätwyler als Grossrat zurück. Seinen Rücktritt begründet er mit der langen Amtsdauer und seiner gesundheitlichen Situation. Nachfolger wird der 36-jährige Langenthaler Stadtrat Reto Steiner.

 

2008

Nach seiner Wahl zum Leiter der neuen Fachstelle für Schulaufsicht tritt Erwin Sommer als Grossrat zurück. Nachfolger wird der 35-jährige Langenthaler Stadtrat und EVP-Ortsparteipräsident Daniel Steiner-Brütsch.

Als Folge der Wahlkreisreform nimmt die EVP Region Oberaargau die EVP-Ortssektion Huttwil in die Regionalpartei auf.

Mit einem prominent besetzten Podium feiert die EVP Region Langenthal im Oktober ihr 40-jähriges Bestehen.

Bei den Langenthaler Gemeindewahlen kann Paula Schaub das EVP-Mandat im Gemeinderat verteidigen. Im Parlament muss die EVP den Verlust eines Sitzes (neu: 4 Sitze) hinnehmen.

 

2009

Mit Daniel Rüegger bekleidet zum zweiten Mal ein EVP-Mitglied das Amt des Stadtratspräsidenten, des «höchsten Langenthalers».

Um die politische Mitte zu stärken, bilden die vier EVP-Stadträt/-innen mit den zwei Stadtratsmitgliedern der Grünliberalen eine Fraktionsgemeinschaft.

In Thunstetten-Bützberg wird nach dem Wahlerfolg bei den Gemeindewahlen eine neue EVP-Sektion gegründet.

Schliesslich wird auf regionaler Ebene die Junge EVP Oberaargau ins Leben gerufen.

 

2010

Walter Hirschi, Gemeindepräsident von Rohrbachgraben, tritt der EVP bei. Damit stellt die Partei zum ersten Mal im Oberaargau einen Gemeindepräsidenten.

Bei den Grossratswahlen verliert die EVP Region Oberaargau Wähleranteile an die neuen Mitte-Parteien BDP und glp, büsst deshalb ein Grossratsmandat ein und schickt noch den bisherigen Langenthaler Grossrat Daniel Steiner-Brütsch ins Berner Rathaus.

Nach 17 Jahren an der Parteispitze tritt Reto Steiner als Präsident der EVP Region Oberaargau zurück. Seinen Rücktritt begründet er mit der langen Amtsdauer, den EVP-Verlusten bei den Grossratswahlen 2010 und seiner eigenen Abwahl als Grossrat.

 

2011

Stefan Herrmann übernimmt das Gemeindepräsidium von Rütschelen. Es ist das zweite Mal, dass die EVP im Oberaargau ein Gemeindepräsidium besetzt.

Bei den Gemeindewahlen in Lotzwil kann die EVP ihre Mandate im Gemeinderat und in der Schulkommission verteidigen: Wiedergewählt als Gemeinderat wird Walter Nyffeler. Sandra Wildi nimmt neu Einsitz in der Schulkommission.

 

2012

Bei den Langenthaler Gemeindewahlen verteidigt die EVP ihren Sitz in der Exekutive: Neuer EVP-Gemeinderat wird Daniel Rüegger. Auch im Stadtrat kann die EVP Langenthal ihre bisherigen 4 Sitze halten. Mit Rahel Lanz politisiert neu das jüngste Parlamentsmitglied in den Reihen der EVP.

 

2013

Mit Daniel Steiner-Brütsch bekleidet zum dritten Mal ein EVP-Mitglied das Amt des Stadtratspräsidenten, des «höchsten Langenthalers». Die vier EVP-Stadträt/-innen und das Stadtratsmitglied der Grünliberalen bilden auch während der Legislaturperiode 2013-16 eine Fraktionsgemeinschaft.

Bei den Gemeindewahlen in Thunstetten-Bützberg verteidigt die EVP ihre Mandate im Gemeinderat (Christine Grogg-Meyer) und in der Schulkommission (Ruth Rentsch-Lenz) und wird die drittstärkste Ortspartei. Zudem holt die Partei einen zusätzlichen Sitz in der Bau- und Betriebskommission (Hans Schneider).

Die EVP schafft bei den Gemeindewahlen in Herzogenbuchsee erstmals den Einzug in eine Kommission: Regula Lüthi Joss wird neu in die Bildungskommission gewählt.

 

2014

Bei den Grossratswahlen verteidigt die EVP das Grossratsmandat im Wahlkreis Oberaargau und erreicht einen Stimmenanteil von 7.4 %. Die Partei schickt weiterhin Daniel Steiner-Brütsch (Langenthal) ins Berner Rathaus.

Nach seiner Wahl zum neuen Leiter des Instituts Vorschulstufe und Primarstufe (IVP) und Mitglied der Schulleitung der Pädagogischen Hochschule Bern (PHBern) tritt Daniel Steiner-Brütsch als Grossrat zurück. Nachfolgerin wird die 50-jährige Bützberger Gemeinderätin Christine Grogg-Meyer.

 

2015

Die 51-jährige Grossrätin und Bützberger Gemeinderätin Christine Grogg-Meyer übernimmt das Präsidium der EVP Region Oberaargau. Damit wird eine fünfjährige Vakanz beendet, während der die EVP-Regionalpartei interimistisch von Daniel Steiner-Brütsch geführt wurde.

 

2016

Trotz einer Steigerung des Wähleranteils verliert die EVP bei den Langenthaler Gemeindewahlen den seit 12 Jahren gehaltenen Sitz im Gemeinderat. Im Stadtrat kann die EVP Langenthal ihre bisherigen 4 Mandate verteidigen.

 

2017

Mit Ruth Trachsel bekleidet bereits zum vierten Mal ein EVP-Mitglied das Amt der Stadtratspräsidentin, der «höchsten Langenthalerin». Die vier EVP-Stadträt/-innen und das Stadtratsmitglied der Grünliberalen bilden auch während der Legislaturperiode 2017-20 eine Fraktionsgemeinschaft.

Nach 12 Jahren an der Parteispitze tritt Daniel Steiner-Brütsch als Präsident der EVP Langenthal zurück. Nachfolger wird der 45-jährige Psychologe Michael Sigrist.