EVP-Motion beendet das Trauerspiel am Hinterberg

Der Kugelfang am Hinterberg und die Neugestaltung des Kinderspielplatzes Tierpark sollen endlich in Angriff genommen werden. Diese Meinung vertritt der Langenthaler Stadtrat und hat einer entsprechenden Motion von EVP-Stadtrat Daniel Steiner-Brütsch zugestimmt.

«Mit meiner Motion möchte ich dem Trauerspiel am Hinterberg ein Ende setzen und dem Gemeinderat Beine machen, denn ein weiteres Zuwarten ist inakzeptabel», begründete EVP-Stadtrat Daniel Steiner-Brütsch seinen Vorstoss, der explizit verlangt, dass der Gemeinderat die Gesamtsanierung des Kugelfangs der ehemaligen Schiessanlage Hinterberg zusammen mit der Neugestaltung des Kinderspielplatzes Tierpark prioritär zu behandeln hat. Das bedeutet, dass der Gemeinderat die Projektierung auslösen und schnellstmöglich zuhanden des Stadtrates eine Vorlage ausarbeiten muss.

Die Geschichte beschäftigt den Stadtrat nicht zum ersten Mal, nachdem 2004 ein Gutachten den Befund lieferte, dass das Areal des Kinderspielplatzes Tierpark zum Teil mit Blei verseucht ist. Zwei Jahre später wurden die Spielgeräte des Kinderspielplatzes Tierpark auf dem stark mit Blei belasteten Boden rund 20 Meter verschoben (mit Ausnahme der Rutschbahn). Die stark kontaminierten Bereiche des Kinderspielplatzes Tierpark wurden umzäunt.

In der Zwischenzeit hat sich die Situation in Bezug auf eine mögliche Gesamtsanierung des Kugelfangs der ehemaligen Schiessanlage Hinterberg stark verändert: Der Grosse Rat hat entschieden, dass der Kanton Bern die Abfallgebühren erhöhen kann, damit genug Geld für die Sanierung von Schiessanlagen bereitsteht. Im Kanton Bern gibt es noch etwa 250 Schiessanlagen, die von den Altlasten Blei und Antimon befreit werden müssen. Eine Anlage, die von diesen Geldern profitieren könnte, ist auch der Kugelfang der ehemaligen Schiessanlage Hinterberg.

Lesen Sie den Bericht zu den entsprechenden Stadtratsberatungen in der Berner Zeitung vom 13. September 2017.